++ 24 Stunden Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr ++
24 Stunden Dienst am Stück und dann auch noch Einsätze, die sonst nur die Erwachsenen bestreiten. Das erlebten die Jugendlichen der Lupburger Jugendfeuerwehr zum Ferienauftakt. Die Wehr hat zum sogenannten Berufsfeuerwehrtag eingeladen. Bereits am Samstag in der Früh trafen sich die elf Jugendlichen mit Jugendwartin Laura Siewert zum gemeinsamen Frühstück. Unterstützt wurde sie von Sabine Stephan und Alexander Achhammer von der FF Degerndorf und etlichen Aktiven. Allerdings blieb für das Aufräumen nach dem Frühstück nicht viel Zeit und die Teenies mussten alles stehen und liegen lassen, denn die erste Alarmierung traf ein: „Rauchentwicklung im Gebäude mit einer vermissten Person“. Schnell rannte man zum eigenen Spind und in Windeseile wurde die Uniform angezogen. Dann hieß es aufsitzen im HLF oder im MTW und man erreichte schnell die Einsatzstelle. Diese war mitten im historischen Marktkern. Zu Übungszwecken darf die Feuerwehr ein leerstehendes Haus unterhalb der Kirche benutzen. Genau hier fanden die Nachwuchsfeuerwehrler ein sehr verrauchtes Gebäude vor, was sich darinnen verbirgt und wie man überhaupt die Tür aufbekommt, war erst einmal noch unklar. So erkundeten der Gruppenführer, Kommandant Markus Prechtl, und Melderin Theresa als erstes den Einsatzort und gaben dann die Informationen an die wartenden Kameraden weiter. Während der Angriffstrupp schaute, wie man ins Haus kam und dieses schließlich mit der Wärmebildkamera erkundete, legten die anderen eine Schlauchleitung zum Hydranten. Dort stellten sie einen Unterflurhydranten auf und koppelten die Leitung an. Mit der Wärmebildkamera wurde die vermisste Person schließlich gefunden, sie war allerdings bewusstlos und musste aus dem verrauchten Gebäude gebracht werden. Mit dem Spineboard viel Muskelkraft und noch mehr Teamwork schafften es die Jugendlichen den Erwachsenen zu tragen und in Sicherheit zu bringen. Danach folgte eine medizinische Erstversorgung und auch hier zeigten die Teenager, dass sie schon einiges draufhaben. Nachdem der angenommene Brand dann ach gelöscht war, verstaute man die Gerätschaften, fuhr wieder zum Feuerwehrhaus und stellte die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her. Danach hieß es Flüssigkeitshaushalt bei der Hitze wieder auffüllen und gemeinsam Zeit verbringen. Beim Mittagessen wurde viel gelacht und Spiele sorgten für das Gemeinschaftsgefühl. Nach dem Mittagessen wurden die zweite Alarmierung ausgelöst. Man musste zu einer Vermisstensuche in den Wald am Reislberg, wo zwei Personen vermisst wurden. Mit dabei war auch Siewerts ausgebildeter Rettungshund Merlin, der die Jugendlichen bei der Suche unterstütze. Auch hier merkten die Nachwuchskräfte wie wichtig die Zusammenarbeit untereinander aber auch mit anderen Rettungseinheiten ist. Gründlich wurde der Wald abgesucht, bis die Personen gefunden werden konnten und wohlbehalten wieder ins Feuerwehrhaus gebracht werden konnten.
Nachmittags gab es dann nochmal spannende Einblicke, denn die Nachbarwehr aus Parsberg kam mit der Drehleiter. Silvester Hiller und Kevin Lutter zeigten, worauf es hier ankommt. Mit dabei war bei diesem Programmpunkt auch die Kinderfeuerwehr und das Staunen der Kleinen war groß. Die Kids und Teens durften rund um die Drehleiter einen Parkour ableisten und natürlich auch selber mitfahren und Lupburg von oben erkunden. Abends, als es dunkel war, wurde die Jugendgruppe dann zum letzten Einsatz des Tages alarmiert, dieses Mal zu einem simulierten Vegetationsbrand auf einem Feld. Vegetationsbrände haben es in sich, denn sie müssen ganz anders gelöscht werden als andere Brände. Hier wird mit Schneisen gearbeitet, dass sich der Brand nicht ausbreitet, Glutnester am Rand werden „ausgestriffen“ und die Glut wird mit einer sogenannten „Feuerpatsche“ ausgemacht. Nach diesem letzten Einsatz haben sich die Kids aber auch eine Pause verdient. Mit Popcorn und Lagerfeuer ließ man den Abend ausklingen und schlief dann im Feuerwehrhaus, bevor der Dienst nach 24 Stunden beendet werden konnte.